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01.09.2009 - Regionaler Erfahrungsaustausch: Erfolgreich für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie am 12.08.2009

Familie und Beruf unter einen Hut bringen
Erfahrungsaustausch: Beispiele aus der Praxis vorgestellt

bell Meppen. „Das Emsland ist in Niedersachsen Spitzenreiter in Sachen Vereinbarkeit von Familie und Beruf". Zu diesem Urteil ist Ursula Voß, Geschäftsführerin des Überbetrieblichen Verbundes Landkreis Emsland, während des Erfahrungsaustausches in der Seniorentagesstätte "Mittendrin" des Meppener St.-Vitus-Werkes gekommen.
Acht zertifizierte Unternehmen stellten dar, wie vielfältig die Palette familienfreundlicher Maßnahmen sein kann.
Christel Kuiter vom Landkreis Emsland berichtete beispielsweise von Telearbeitsplätzen für Mitarbeiter mit Kindern unter 16 Jahren, pflegebedürftigen Angehörigen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Über das Angebot psychosozialer Beratung für Mitarbeiter in familiären Konfliktsituationen sprach Elisabeth Knollenborg von der Steuerberatungsgesellschaft Knollenborg & Partner aus Lingen. Dafür habe die Steuerberatergesellschaft einen Vertrag mit dem Diakonischen Werk abgeschlossen. "Wenn wir nur einmal geholfen haben, hat sich das schon bezahlt gemacht", so Knollenborg.
Für Hermann Schütte-Bruns vom Schapener Modehaus Schulte ist ein Jahresarbeitszeitkonto eine ideale Lösung für seine 93 überwiegend weiblichen Mitarbeiter. "Meine Beschäftigten sind zufrieden und motiviert. Das spürt auch der Kunde." Veronika von Hebel von der ATP Automotive Testing Papenburg präsentierte ein Serviceheft, das Mitarbeitern einen schnellen Überblick über die Angebote des Unternehmens in den Bereichen Personalentwicklung, Gesundheit, Beruf und Familie sowie Soziales geben soll.
"Wir müssen das einfach leben", war die Botschaft des Vortrages von Mariele Sibum-Berentelg vom Harener Gesundheitszentrum. Sie riss zahlreiche Maßnahmen kurz an, mit denen Familie und Beruf vereint werden könnten. Dabei stellte sie insbesondere das Tandemprinzip bei der Besetzung wichtiger Jobs sowie eine kostenlose Aufnahme von Mitarbeiterkindern in der firmeneigenen Kinderbetreuung heraus.
Friederike Husheer vom niedersächsischen Bund für freie Erwachsenenbildung stellte die neuen Fördermöglichkeiten für Unternehmen mit maximal 250 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von höchstens 50 Millionen Euro vor. Nach ihren Angaben wird das Audit "berufundfamilie" zu fünfzig Prozent mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Niedersachsen gefördert.

Bilduntertitel:Vereinbarkeit von Familie und Beruf steht für (v.l.) Martina Arnold, Elisabeth Knollenborg, Dr. Thomas Südbeck, Ursula Voß, Friederike Husheer, Christel Kuiter, Sabine Fastabend, Veronika von Hebel, Martina Lippert, Mariele Sibum-Berentelg und Hermann Schütte-Bruns im Vordergrund ihrer Arbeit.

Artikel LT, MT, Ems-Zeitung vom 18.08.2009