www.ueberbetrieblicherverbund.de
Wirtschaftsverband familienfreundlicher Unternehmen im Emsland
Beratung Qualifizierung Erfolg
Der VerbundLeistungenMitgliederAktuellesVerbund intern
HomeImpressumE-Mail
Bitte wählen Sie:
Sie sind hier:  > Start > Aktuelles
20.11.2008 - Frauen wollen im Beruf tätig sein - 15 Jahre Überbetrieblicher Verbund

lj Meppen.
Frauen möchten auch im Emsland verstärkt beruflich tätig sein. Das betonte die erste Vorsitzende des Überbetrieblichen Verbundes Landkreis Emsland, Elisabeth Knollenborg, in einer Feierstunde im Meppener Kreishaus anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vereins.
Der Verbund versteht sich als Ideengeber, Berater und Vermittler in Sachen familienfreundlicher Personalpolitik in der emsländischen Wirtschaft. Der Verbund unterstützt praktikable Lösungen, die beiden Seiten nützen: den inzwischen 87 Mitgliedsbetrieben sowie den Vätern und Müttern, die in diesen Betrieben arbeiten. Der Verbund arbeitet mit der Koordinierungsstelle des Landkreises eng zusammen.
Frau Knollenborg wörtlich: „Das Angebot familienfreundlicher Maßnahmen der Arbeitgeber an ihre Arbeitnehmer ist längst nicht mehr nur eine Freundlichkeit oder nette Geste, sondern ist – Experten sind sich darüber einig – auch betriebswirtschaftlich gesehen notwendig.“
Organisiert wird zum Beispiel Weiterbildung für die Belegschaft in der Elternzeit. Angeboten werden zudem Wiedereingliederungskurse nach der Familienphase sowie Weiterqualifizierung und ein Fachkräftepool, den die Mitglieder nutzen können.
Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Dr. Hermann Kues (CDU), verwies auf eine Umfrage, nach der 80 Prozent der Arbeitnehmer bereit seien, den Arbeitgeber zu wechseln, wenn dieser familienfreundlich sei. Der Landkreis habe mit dem Verbund sehr früh die Initiative ergriffen, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern, lobte Kues.
Nach Auffassung von Ministerialrätin Marita Riggers (niedersächsisches Sozialministerium) ist eine Unternehmenskultur nötig, die die Balance zwischen Berufs- und Privatleben im Blick hat.
Auch Landrat Hermann Bröring gratulierte dem Verbund zur „erfolgreichen Arbeit.“ Er betonte, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie vor dem Hintergrund des demografischen Wandels zur existenziellen Notwendigkeit für die Betriebe werde.
Zum Thema „Herausforderungen und Chancen einer familienfreundlichen Arbeitswelt“ diskutierten Hermann Bröring, Hermann Kues und Marita Riggers mit Claudia Averbeck (Geschäftsführerin von pro-t-in), Rechtsanwältin Dr. Eva-Maria Öing und Heiko Sulimma (Dads Organisationsberatung – Betriebliche Vaterförderung). Redakteurin Dr. Anne Overesch (Neue Osnabrücker Zeitung) gelang es immer wieder, den Diskutanten Verblüffendes zu entlocken. So berichtete Bröring, dass mit Stand September bereits 23 Angestellte der Kreisverwaltung in diesem Jahr ihre Schwangerschaft angemeldet hätten (2007: 22, 2006: 6). Dies mache deutlich, dass die Frauen dem Landkreis als ihrem Arbeitgeber vertrauen würden.
Sulimma sprach sich dafür aus, bei öffentlichen Ausschreibungen „Mindeststandards für eine familienbewusste Personalpolitik der Betriebe“ festzuschreiben. Bröring: „Dies wird in fünf bis zehn Jahren über die EU-Gesetzgebung geschehen.“
Für 15-jährige Mitarbeit im Vorstand bzw. Beirat des Verbundes bedankte sich Frau Knollenborg bei Gu-drun Hermeling und und Klaus Lewicki mit Blumensträußen.

(Meppener Tagespost vom 22.11.2008)