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17.10.2014 - Persönlichkeit schafft Wirkung

„Persönlichkeit schafft Wirkung“ war das Motto des Abends, das Cristián Gálvez ausgewählt hatte. Und mit dem Kölner Entertainer, Moderator und Coach hatten die Emsland GmbH, der Überbetriebliche Verbund des Landkreises und it.emsland einen Spitzen-Business-Redner für einen Vortrag auf dem Gebiet der Motivation in das Theater Meppen geholt.
Gálvez erinnerte die circa 350 Zuhörer daran, dass es bei den handelnden Menschen um das Sein ginge, nicht um den Schein. Natürlich müssten Inhalte sehr gut verpackt werden. So habe US-Präsident John F. Kennedy am 25. Mai 1961 gefordert, der Nation müsse es gelingen, bis zum Ende des Jahrzehnts einen Mann sicher zum Mond zu bringen und diesen auch wieder heil zurückzuführen. Diese Rede habe die Information so gut verpackt herübergebracht, ohne einen definitiven Zeitpunkt zu nennen, dass es für ein ganzes Land glaubhaft gewesen sei, das müsse gelingen.
Manch ein Ehemann schaute etwas verlegen nach unten, als Gálvez die Männer aufforderte, am kommenden Morgen die eigene Ehefrau doch einmal anders zu begrüßen. Hier wurde deutlich, dass Erfolg nicht erst am Arbeitsplatz beginnt. Da seien natürlich die Begriffe Sicherheit, Selbstwert und Bindung zuerst zu nennen. Amüsiert zeigte sich das Publikum, als Gálvez eine junge Frau und einen jungen Mann auf die Bühne holte, die sich bis zu diesem Zeitpunkt nicht kannten, um zu zeigen, dass Menschen Bindungen bräuchten. Er forderte beide auf, sich so zu stellen, dass sie selbst eine maximale Sicherheit fühlten. Gelächter erntete der männliche Part, als er doch bemerkte, mit einer Theke, an die man sich anlehnen könne, wäre es irgendwie leichter.
Dass Politiker und Spitzenmanager nach dem Motto „Wirkung schafft Wirklichkeit“ handeln, zeigte der Referent an Beispielen des ehemaligen Kanzlers Schröder, dem US-Präsidenten Obama, dem Spitzenmanager Steve Jobs und Victoria Beckham auf. Wie wichtig aber das Wir-Gefühl sei, habe man an der letzten Bundestagswahl gesehen. Kanzlerin Merkel habe im TV-Duell nur 87 Mal den Begriff „ich“ verwandt, aber 217 Mal „wir“ gesagt. SPD-Kandidat Per Steinbrück habe 197 Mal in der Ich-Form geredet und nur 76 Mal das Wir-Gefühl angesprochen. Allein durch diesen Fauxpas habe Steinbrück danach fast aussichtslos zurückgelegen. Im Übrigen erinnerte Gálvez daran, dass man auch mit Schwächen punkten könne, da dies bei den Zuschauern ein positives Gefühl hinterließe.
Die Einflussnahme der Medien machte er am Beispiel des Wahlkampfes Schröder-Stoiber deutlich. Bei CSU-Mann Stoiber war Gálvez der Moderator während der Wahlkampfauftritte. Eigentlich gut im Rennen liegend, versagten dem Bayern fast alle darstellerischen Fähigkeiten, als dieser am Stehpult ein kleines Rotlicht aufleuchten sah, welches anzeigte, dass die ARD live in Berlin dabei war.
Um Erfolg zu haben, seien vier Punkte sehr wichtig: Ein optimaler Titel, ein Massenkonzept, die Notwendigkeit zu handeln und der „Hook“, der Haken der die Begründung mitliefere, die dann die Begeisterung der Menschen auslöse. Gálvez machte deutlich, dass keine Zusammenarbeit möglich sei, wenn Menschen sich nicht verändern wollten. So forderte er die Anwesenden auf, sich einmal etwas Neues einfallen zu lassen und die Dinge mal völlig anders anzufassen. So zum Beispiel solle man den Feierabend auch wirklich einmal feiern und darüber nachdenken, was man am vergangenen Tag wirklich geschafft habe.


An dieser Stelle finden Sie das Kurz-Skript mit den wichtigsten Vortragsinhalten des Abends.
Persönlichkeit schafft Wirkung! Erfolg durch Selbstinszenierung, 166 kb